| Notes, Keywords | Nach ihrer Machtübernahme 1944 wollten die bulgarischen Kommunisten auch eine "sozialistische Lebensweise" verwirklichen: Alle Aspekte des alltäglichen Lebens sollten nach ideologischen Zielvorgaben umgestaltet werden. Bei der Umsetzung dieses Vorhabens stießen Partei und Staat aber auf eine widerspenstige Bevölkerung, die ihr Leben nicht nach den Vorgaben der Ideologie leben wollte. Eine dialektische Dynamik aus politischer Intervention und eigenwilligen Praktiken entstand, welche die realsozialistische Erfahrung ausmachte. Anhand zentraler Baustellen der "sozialistischen Lebensweise" - wie der sozialistischen Stadt Dimitrovgrad, der Politisierung der Freizeit und der Familienpolitik - untersucht das Buch kommunistische Gesellschaftspolitik, deren Ergebnisse zwar selten den Intentionen entsprochen haben, die aber dennoch Gesellschaft und Kultur Bulgariens nachhaltig transformiert haben.
Aus dem Inhalt:
- Vorwort und Danksagung
- Einleitung
- Die Mobilisierung der Massen
- "Wir bauen fuer die Republik". Jugendbrigaden in Bulgarien
- Dimitrovgrad. "Die Stadt der Jugend"
- "Der Metallurgische Gigant waechst". Kremikovci und der Neue Mensch im entwickelten Sozialismus
- Von Agrar- zum Industriestaat: die sozialistische Transformation
- "Die sozialistische Lebensweise"
- Die Vaterlaendische Front. Ein Tausendsassa fuer die sozialistische Lebensweise
- Sozialistische Lebensweise und Disziplinierung
- "Die Keimzelle der Gesellschaft". Sozialistischen Familienpolitik
- "Mehr Kinder in unseren Familien". Reproduktionspolitik
- Schlussfolgerungen
- Quellen und Literatur
- Verzeichnisse
- Register
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